Zelten am Berg – Wie sieht die Gesetzeslage aus

By | 10. Juni 2018

Zelten am Berg Männlicher Wanderer, trinkt Kaffee und genießt nebelhafte LandschaftDas Zelten am Berg ist ein toller Freizeitspaß für Kinder und Erwachsene und rundum beliebt! Immer mehr packen Schlafsack, Zelt und Co ein. Dabei verzichten Sie auf den Luxus im Hotel. Sie genießen die freie Natur, den in ihr gibt es fast immer was zu entdecken. Doch bevor es losgehen kann, gibt es eine Menge zu beachten. Sind die nötigen Informationen eingeholt, so steht dem Zelten nichts mehr im Wege!

Wie sieht die Gesetzeslage fürs Zelten am Berg in Deutschland aus?

Grundsätzlich gilt, dass zum Beispiel das Zelten am Berg und in Naturschutzgebieten zu unterlassen ist. Des weiteren ist das Zelten in Biosphärenreservaten und in Nationalparks verboten. Auch ein Campen in Strandnähe an der Nord- oder Ostsee ist nicht erlaubt. Ebenso wie in der Nähe der Dünen oder in Buchten. Es kann eine saftige Nachwirkung mit sich ziehen.

Allerdings gibt es dennoch Möglichkeiten, das Zelten offiziell zu genießen. Im Betretungsrecht und im Bundesnaturschutzgesetz §59 ist niedergeschrieben, dass Flure und Wälder zum Zwecke der Erholung betreten werden dürfen. Diese ganze Sachlage fällt allerdings in eine Grauzone! Das Zelten ist ein längeres Verweilen an einem Ort und daher verboten. Das mehrstündige Biwakieren auf einer Wiese (Schlafen unter dem freiem Himmel) ist allerdings eine Erholungsphase. Somit ist das Campen weder erlaubt und ebenso nicht verboten. Es kommt ganz auf die Art und Weise an. Auf speziellen Zeltplätzen ist das Campen hingegen rundum erlaubt und genauso ein naturverbundener Genuss.

Was gilt es im Ausland zu beachten?

In nördlichen Ländern sieht das Gesetz das Campen häufig nicht so streng. In Schweden darf  zumindest für eine Nacht gezeltet werden. Zudem wann und wo es gewünscht ist. Ob am Meer, im Gebirge, auf Privatgrundstücken oder auf öffentlichem Naturgelände; wunderschöne Zeltplätze machen eine traumhafte Zeit wahr. Offenes Feuer und das Niederlassen in der Nähe von Häusern ist allerdings untersagt. Werden diese Regeln beachtet, dann ist das Zelten in Schweden eine reine Freude. Als Tipp gilt ebenso. In Frankreich ist das Campen erlaubt, sofern der Eigentümer das Einverständnis für das Zelten am Berg gegeben hat. An der Küste gilt dies allerdings nicht. Besonders streng sind die Gesetze hingegen in Griechenland, Portugal, Ungarn und in den Niederlanden. Auch weitere Länder sehen das Campen nicht gar so locker. Grundsätzlich müssen Individualisten daher oft auf das Zelten in der Natur verzichten.

Was sollte man auf keinen Fall Zuhause vergessen?

Wer einen geeigneten Zeltplatz für das Zelten am Berg gefunden hat, sollte auch die geeigneten Utensilien dabei haben. Dabei sein muss ein passendes Zelt mit Zubehör. Beim Biwakieren benötigen Sie dieses nicht. Zubehör sind einerseits ein den Temperaturen entsprechender Schlafsack, Wechselkleidung, robuste Schuhe, Speisen und Getränke. Andererseits sollten Sie das Handy, eine Notfallapotheke, Hygieneartikel, Personalien, Multifunktionsmesser, Luftmatratze, Decken und mindestens eine Taschenlampe nicht vergessen. Auch ein Campingkocher sollte nicht fehlen, den schließlich will man ja auch mal was warmes essen.

Was gibt es zu beachten?

Beachten sollten Sie unbedingt die Gesetze bezüglich des Zeltens und der Naturschutz. Auch die Zeltgröße und das Wetter spielt eine bedeutende Rolle beim Zelten. Ist ein Gewitter vorhergesagt, sollte nicht in freier Natur gezeltet werden. Anhand der Jahreszeit können ebenso die geeigneten Utensilien mitgenommen werden. Besonders im Frühjahr und im Hebst kann es zur nächtlicher Stunde noch ziemlich kalt werden. Vor dem Campen gilt: Da das Zelten von Land zu Land unterschiedlich geregelt ist, so sind vorab Informationen einzuholen. Die Organisation ist daher besonders relevant.