Der Schlafsack – Was gibt es zu beachten

By | 11. Mai 2018

Der Schlafsack Tourist in Schlafsacklager im Hochgebirge. Nachtfotografie im Freien mit schöner Landschaft

Egal ob Sie ein gemütliche Wochenende auf dem Zeltplatz um die Ecke planen oder Ihr Gepäck für eine mehrwöchige Rucksacktour durch mehrere Länder zusammenstellen, der Schlafsack gehört zur Grundausstattung jedes Campers. Doch welches Modell ist für Ihre Ansprüche das richtige? Welches Material kommt infrage und wie können Sie Ihren Schlafsack schließlich so pflegen, dass er Sie bei vielen Camping-Abenteuern zuverlässig begleitet?

Schlafsackformen im Überblick

Zur einfachen Orientierung lassen sich Schlafsäcke grob in drei Kategorien einteilen. Die eng am Körper anliegenden Mumienschlafsäcke sind grundsätzlich die optimale Wahl, wenn Sie bei kälteren Temperaturen im Freien übernachten möchten. Die spezielle Passform garantiert nicht nur eine hervorragende Isolierung, sondern bietet darüber hinaus auch in Sachen Gewicht Vorteile: Sie sind besonders leicht und nehmen zusammengerollt kaum Platz ein. Was für eine Radtour mit Zelt besonders gut geeignet ist.

Deckenschlafsäcke stellen im Grunde genommen das Gegenmodell zu Mumienschlafsäcken dar. Sie sind betont weit geschnitten und lassen sich bei Bedarf komplett öffnen. So können Sie die meist aus dünnem Material gefertigten Schlafsäcke gegebenenfalls auch als Decke benutzen. Deckenschlafsäcke sind damit ideal für warme Tage geeignet.
Eiförmige Schlafsäcke stellen schließlich einen Kompromiss zwischen den ersten beiden Varianten dar. Im Knie- und Schulterbereich haben Sie in diesem Schlafsäcken besonders viel Platz, während der Schlafsack an den Füßen und am Hals eher eng anliegt. So sind ein angenehmer Tragekomfort und zugleich eine gute Temperaturregulierung garantiert.
Welche der drei Formen nun für Ihre Zwecke geeignet ist, können Sie nach einer einfachen Faustregel entscheiden: Je herausfordernder die Bedingungen, desto enger sollte der Schlafsack sein.

Das passende Material

Ob ein Schlafsack mollig warm hält oder verhindert, dass Sie übermäßig ins Schwitzen geraten, hängt selbstverständlich auch von seinem Material ab. Bei der Füllung gibt es dabei im Wesentlichen die drei Varianten Wolle, Daune und Kunstfaser. Jedes dieser Materialien hat seine eigenen Vorteile. So halten Daune und Wolle besonders warm und bieten einen hohen Schlafkomfort, während Kunstfaser schnell trocknet, günstiger ist und beispielsweise auch bei tropischen Temperaturen bedenkenlos zu verwenden ist.

Das Außenmaterial eines Schlafsacks besteht in der Regel aus Kunstfasern wie Nylon, Polyester oder Microfaser. Diese Stoffe machen den Schlafsack strapazierfähig und gewährleisten zudem den nötigen Transport von Feuchtigkeit nach außen.

Der Schlafsack für komfortable Camperfreuden – auf die Details kommt es an!

Ist die Art des Schlafsacks und das Material geklärt, geht es an die Details. Ob der Schlafsack Ihren Erwartungen gerecht wird, hängt zunächst von seiner Größe ab. Im idealen Schlafsack fühlen Sie sich einerseits nicht eingeengt und haben andererseits auch nicht zu viel Freiraum, sodass keine Wärme verlorengeht. Darüber hinaus sollten Sie auf Ausstattungsdetails wie die Kapuze und den Reißverschluss achten. Eine komfortable Kapuze, die Sie mit einem Kordelzug zusammenziehen können, trägt wesentlich zu Ihrer entspannten, warmen Nachtruhe bei. Ein auf der Innenseite angebrachter, abgedeckter Reißverschluss beugt Scheuerstellen vor und befördert die gute Isolierung.

Die Pflege eines Schlafsacks

In Sachen optimale Reinigung und Pflege spielt vor allem das Material eine Rolle. Generell sollten Sie Schlafsäcke möglichst selten reinigen. Ist der Waschgang aber unumgänglich, werden Kunstfaserschlafsäcke und Daunenschlafsäcke unterschiedlich behandelt. Erstere können Sie meist im Schonwaschgang in der Maschine reinigen oder mit einem Feinwaschmittel in der Badewanne per Hand säubern. Daunenschlafsäcke reinigen sie hingegen am besten ausschließlich mit der Hand. Dazu drehen Sie Ihren Schlafsack auf links und verwenden ein spezielles Daunenwaschmittel, das Sie vorsichtig einmassieren, bis zu einer halben Stunde einwirken lassen und dann sorgfältig ausspülen.