Der Wohnwagen – Das sollte man über den Wohnwagen wissen

By | 26. Mai 2018

Das sollte man über den Wohnwagen wissen Wohnwagen bei Nacht

Viele, die gerne auf Reisen sind, träumen davon, einen Wohnwagen zu besitzen. Er verleiht Individualität und Mobilität zugleich, schließlich kann man ihn nutzen, um an einem beliebigen Ort Urlaub zu machen oder eine Nacht zu verbringen. Alles, was Sie brauchen, ist nur ein Platz, um ihn abzustellen. Das kann auf einem Campingplatz sein oder lediglich auf einem Autobahnparkplatz. Denn das, was man zum Übernachten braucht, bringt der Caravan gleich mit.

Was bietet ein Wohnwagen alles

Wohnwagen bieten auf wenig Raum eine hohe Funktionalität. Dort, wo tagsüber eine Sitzecke steht, entsteht am Abend ein Bett. Die Küchenzeile bleibt davon unberührt und steht weiterhin zur Verfügung. Außerdem haben die meisten Wohnwagen auch eine kleine Nasszelle. Doch gerade weil der Platz so knapp ist, empfiehlt es sich, ein Vorzelt anzubringen. Denn wenn der Wohnwagen auf einem Campingplatz länger genutzt wird, entsteht zusätzlicher Stauraum, um Gegenstände geschützt zu lagern.

Welcher Führerschein ist erforderlich

Doch wer mit einem Wohnanhänger auf Reisen gehen möchte, der sollte sich zunächst Gedanken machen, ob er das Gespann aus Auto und Caravan überhaupt fahren darf. Welchen Führerschein man dafür benötigt, hängt stark davon ab, wann man die Fahrerlaubnis erworben hat. Wer noch einen Führerschein der alten Klasse 3 hat, der ist auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Denn damit ist es möglich, Fahrzeuggespanne mit einem Gesamtgewicht von bis zu 18,5 Tonnen zu bewegen. Wenn der Führerschein hingegen erst nach der Reform aus dem Jahr 1999 erworben wurde, ist die Situation etwas schwieriger zu durchschauen, denn dabei muss zum einen auf das Gesamtgewicht, aber auch auf das Gewicht des Wohnanhängers geachtet werden.

Mit dem Führerschein der Klasse B darf der Fahrer einen Anhänger mit einem maximal zulässigen Gewicht von 750 Kilogramm fahren. Dabei darf das Gesamtgewicht von Auto und Anhänger aber nicht mehr als 3500 Kilogramm wiegen. Inzwischen gibt es auch den Führerschein B96, der die Situation ein wenig vereinfacht. Dabei beträgt das zulässige Gesamtgewicht maximal 4250 Kilogramm. Diese Neuregelung ist vor allem für schwerere Anhänger von Bedeutung, denn sie dürfen jetzt mehr als 750 Kilogramm wiegen. Als weitere Variante ist der BE-Führerschein zu nennen. Wer ihn besitzt, darf Gespanne fahren, die bis zu 7000 Kilogramm wiegen, dabei darf der Anhänger maximal 3500 Kilogramm schwer sein.

Wie sieht es mit der maximalen Zuladung aus

Für die Fahrt ist es wichtig, das Gewicht des Wohnwagens soweit wie möglich zu reduzieren. Denn in Notfallsituationen kann ein zu schwerer Wohnanhänger zu einer Gefahr werden, wenn er beispielsweise nach einem Ausweichmanöver stark schlingert. Außerdem verbraucht der Pkw mehr Treibstoff, wenn er einen schweren Caravan ziehen muss. Deswegen ist es ratsam, die Wassertanks erst nach dem Abstellen aufzufüllen, selbst wenn das Trinkwasser am Campningplatz teurer ist. Außerdem sollten Sie das Gepäck so weit wie möglich im Pkw verstauen. Durch diese Maßnahmen verringert sich schließlich auch das Gewicht des Wohnwagens, was in manchen Situationen wichtig sein könnte, um ihn überhaupt bewegen zu dürfen.

Ansonsten gilt es auch beim Wohnwagen immer darauf zu achten, dass er technisch in einem einwandfreien Zustand ist. Die Funktion der Bremsen sollten Sie ebenso regelmäßig überprüfen. Das selbe gilt für die Beleuchtungsanlage und die Profiltiefe der Reifen. Selbst wenn die Reifen nur wenig abgenutzt sind, sollten sie spätestens alle fünf Jahre erneuert werden.

Im übrigen können Sie einen Wohnwagen auch mieten. Sowohl auch am Urlaubsort als auch Zuhause. Beides hat Vor- und Nachteile.